Psychotherapie trotz COVID-19? – Nutzen Sie unsere Beratung mit allen Informationen zur Videotherapie

Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation durch COVID-19 und den umfassenden Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus hat die KBV kurzfristig den Weg zu einer Abrechnung von Videobehandlung über die bestehende 20%-Regel hinaus frei gemacht. Die Anpassung der saarländischen Berufsordnung, die Videobehandlung derzeit nur sehr eingeschränkt zulässt, ist ebenfalls absehbar. Sie werden also in Kürze Ihre Arbeit fortsetzen können ohne Ihre Patient_innen, sich oder Angehörige mit dem Risiko einer Infektion auszusetzen. Welche Voraussetzungen Sie dabei im Hinblick auf Datenschutz und IT-Sicherheit erfüllen müssen, aber auch wie sich das Ganze praktisch umsetzen lässt, erfahren Sie in der Beratung von Defendo. Wir bei Defendo sind Experten für Datenschutz und IT-Sicherheit, beraten seit 2017 saarlandweit Psychotherpeut_innen in Digitalisierungsfragen und sind u.a. externe Datenschutzbeauftragte der Psychotherapeutenkammer des Saarlandes.

Unsere Erstberatung dauert etwa 60 Minuten und kostet pauschal 90 Euro. Sie haben die Gelegenheit für umfassende Rückfragen. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Beratungstermin! Die Beratung kann auf Wunsch sowohl telefonisch, als auch per Videochat erfolgen.

Kontakt:
Defendo GbR – Hessel, Rebmann & Vogelgesang
Ursulinenstraße 35
66111 Saarbrücken
E-Mail: kontakt@defendo.it
Telefon: +49 (0)681 41096848
Web: https://defendo.it

Vortrag zur Videobehandlung in der psychotherapeutischen Praxis

Am Mittwoch, den 19. Februar, haben unsere Geschäftsführer Stefan Hessel und Andreas Rebmann auf Einladung der Psychotherapeutenkammer des Saarlandes zum Thema Videobehandlung referiert. Dieses Thema erhält nun im Zuge der aktuellen Entwicklungen um das Corona-Virus größere Bedeutung. Im Laufe der Abendveranstaltung gaben unsere beiden Referenten zuerst einen Überblick über die datenschutz- und it-sicherheitsbezogenen Anforderungen an Videobehandlungen, die seit einiger Zeit neben Ärzten nun auch Psychotherapeuten offen stehen. Daneben wurden weitere rechtliche Rahmenbedingungen und Einschränkungen bei der Videobehandlung erläutert, die vor allem den therapeutischen Rahmen betreffen. Nach einer Live-Demonstration eines Therapiegesprächs per Videochat gaben die beiden Referenten noch einige allgemeine Hinweise zum Thema IT-Sicherheit und erklärten, dass die Videobehandlung in ein Gesamtkonzept IT-Sicherheit in der Medizin eingebettet werden muss und nicht losgelöst von anderen Bereichen betrachtet werden kann.

Während der Diskussion konnten einzelne Zuhörer bereits von ersten Erfahrungen mit Videobehandlung in der Praxis berichten. Positiv wahrgenommen wurde vor allem die Notwendigkeit einer Zertifizierung der Dienste. Vorbehalte wurden insbesondere in Zusammenhang mit dem fehlenden direkten Patientenkontakt geäußert.

Im Laufe der Diskussion zeigte sich, dass es neben dem Vortragsthema noch weiteren Klärungsbedarf in Bezug auf die Themen IT-Sicherheit und Telematik-Infrastruktur gibt.

Auch dieses Jahr wird es von uns wieder eine Fortbildungsveranstaltung für Ärzte, Therapeuten und Angehörige anderer medizinischer Berufe zum Thema Datenschutz und IT-Sicherheit in der Medizin geben. Interessierte sollten sich bereits jetzt den 10. Oktober 2020 freihalten.

Vortragsfolien: Videobehandlung

Corona: Hinweise zu Datenschutz und IT-Sicherheit

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen rund um die Verbreitung des Corona-Virus in Deutschland herrscht große Unsicherheit bei vielen Unternehmen. Wir haben uns daher entschieden, einige wichtige Informationen zu sammeln und unseren Kunden zur Verfügung zu stellen. Unsere Zusammenstellung orientiert sich an den zahlreichen Fragen, die uns erreicht haben und ist in zwei Teile untergliedert.

Der erste Teil beinhaltet eine Sammlung wichtiger Informationen zur datenschutzrechtlichen Relevanz und Zulässigkeit von Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Corona sowie Tipps dazu. Der zweite Teil beschäftigt sich mit technischen Herausforderungen und Rechtsfragen von Home Office und Videokonferenzen. Sollten Sie über die verlinkten Informationen hinaus Fragen haben und eine individuelle Beratung oder Hilfe bei der Umsetzung benötigen, nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Datenschutzrechtliche Relevanz und Zulässigkeit von Maßnahmen gegen Corona

Technische Herausforderungen und Rechtsfragen von Homeoffice und Videokonferenzen

Neue Informationen werden wir bei Bedarf fortlaufend ergänzen und freuen uns über entsprechende Hinweise.

Seminar „Datenschutz und IT-Sicherheit in KMUs“

Einladung zum Seminar „Datenschutz und IT-Sicherheit in KMUs“

Seit 25. Mai 2018 ist die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) anwendbar und die Fälle von Cyberangriffen auf Unternehmen werden zahlreicher. Spätestens seit diesem Zeitpunkt sind Datenschutz und IT-Sicherheit in aller Munde. Doch was passiert praktisch? Oft herrscht noch der Glaube, dass insbesondere kleine Unternehmen außerhalb hoch-sensibler Branchen kein Angriffsziel für Cyberkriminelle wären. Dass dem längst nicht so ist, zeigen diverse Beispiele der vergangenen Monate auch aus dem Saarland. Doch wie kann man sein Unternehmen vor Angriffen schützen und worauf gilt es bei der Datenverarbeitung zu achten? Diese und viele weitere Fragen werden wir im Rahmen der Schulung beantworten. Außerdem erarbeiten wir gemeinsam mit den Teilnehmern praktische Beispiele, die die tägliche Arbeit mit Unternehmensdaten vereinfacht und sicherer macht.

Adressaten: Selbstständige, Geschäftsführer kleiner und mittlerer Unternehmen sowie ihre Angestellten

Termin: 22. August 2020

Zeit: jeweils 9 Uhr bis 16:30 Uhr

Ort: Versammlungsraum des Kultur- und Werkhofs Nauwieser 19, Nauwieserstraße 19, 66111 Saarbrücken

max. Teilnehmerzahl: 10

Referenten: Dipl.-Jur. Stefan Hessel und Andreas Rebmann, M.A. sind Experten für Datenschutz und IT-Sicherheit. Beide sind externe Datenschutzbeauftragte der Psychotherapeutenkammer des Saarlandes und beraten darüber hinaus zahlreiche Arztpraxen, Psychotherapeuten und andere Angehörige von Medizinberufen zu Datenschutz und IT-Sicherheit.

Teilnahmegebühr: 450 Euro pro Teilnehmer (In der Teilnahmegebühr sind Getränke, eine Teilnahmebescheinigung sowie eine Kopie der Seminarunterlagen enthalten.)

Anmeldung: Eine verbindliche Anmeldung ist telefonisch unter 0681/41096848 oder per-E-Mail kontakt@defendo.it bis drei Wochen vor dem Seminartermin möglich. Sie erhalten dann eine Teilnahmebestätigung. Die Anmeldung wird erst durch die Überweisung der Teilnahmegebühr gültig. Bei Absagen weniger als 14 Tage vor Kursbeginn kann der Preis nur zurückerstattet werden, wenn ein Ersatzteilnehmer gefunden werden kann.

Bankverbindung: IBAN: DE55 5905 0101 0067 1156 59, BIC: SAKSDE55, Sparkasse Saarbrücken

Wir verarbeiten Ihre Daten nur zum Zwecke der Durchführung des Seminars. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie unter https://www.defendo.it/impressum.html.

Seminar „Datenschutz und IT-Sicherheit in Apotheken“

Seit dem 25. Mai 2018 ist die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) anwendbar. Doch auch zwei Jahre später ist oft nicht klar, was Ärzte, Psychotherapeuten und Angehörige anderer medizinischer Berufe bei ihrer täglichen Arbeit zu beachten haben.

Doch damit nicht genug, auch Empfehlungen, die in der Vergangenheit von diverser Seite gegeben wurden, haben sich als falsch erwiesen. Ein Beispiel dafür ist die gängige Praxis sich die Kenntnisnahme der Patienteninformation zum Datenschutz durch den Patienten schriftlich bestätigen zu lassen. Diese Praxis wurde nämlich inzwischen von den deutschen Aufsichtsbehörden für unzulässig erklärt.

Parallel dazu ist abzusehen, dass die Aufsichtsbehörden in der Zukunft wieder verstärkt auf Kontrolle statt auf Beratung setzen – einige Aufsichtsbehörden haben bereits angekündigt. Insofern lohnt es sich, der Frage nachzugehen, was tatsächlich notwendig ist, um die DSGVO umzusetzen und welche Änderungen sich seit ihrer Einführung ergeben haben.

Das Seminar leistet dazu einen wichtigen Beitrag und kann Ärger mit den Aufsichtsbehörden, Abmahnungen oder Schadensersatzansprüche von Betroffenen vermeiden.

Eine Akkreditierung der Veranstaltung durch die Apothekerkammer des Saarlandes ist beantragt.

| Adressaten: | Apotheker sowie ihre Angestellten |
| Zeit: | Samstag, 06.06.2020 | 9 Uhr bis 16:30 Uhr |
| Ort: | Versammlungsraum des Kultur- und Werkhofs Nauwieser 19, Nauwieserstraße 19, 66111 Saarbrücken |
| max. Teilnehmerzahl: | 10 |
| Referenten: | Dipl.-Jur. Stefan Hessel und Andreas Rebmann, M.A. sind Experten für Datenschutz und IT-Sicherheit. Beide sind externe Datenschutzbeauftragte der Psychotherapeutenkammer des Saarlandes sowie des WIPS Weiterbildungsinstitut Psychotherapie Saarbrücken und beraten darüber hinaus zahlreiche Arztpraxen, Psychotherapeuten und andere Angehörige von Medizinberufen zum Datenschutzrecht und zu IT-Sicherheitsmaßnahmen. |
| Teilnahmegebühr: | 450 Euro pro Teilnehmer (In der Teilnahmegebühr sind alkoholfreie Kaltgetränke, eine Teilnahmebescheinigung sowie eine Kopie der Seminarunterlagen enthalten.) |
| Anmeldung: | Eine verbindliche Anmeldung ist telefonisch unter 0681/41096848 oder per-E-Mail bis drei Wochen vor dem Seminartermin möglich. Sie erhalten dann eine Anmeldebestätigung. Die Anmeldung wird erst durch die anschließende Überweisung der Teilnahmegebühr gültig. Bei Absagen weniger als 14 Tage vor Kursbeginn kann der Preis nur zurückerstattet werden, wenn ein Ersatzteilnehmer gefunden werden kann. |


|Bankverbindung: IBAN: DE55 5905 0101 0067 1156 59, BIC: SAKSDE55, Sparkasse Saarbrücken

Wir verarbeiten Ihre Daten nur zum Zwecke der Durchführung des Seminars. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie unter https://www.defendo.it/impressum.html.

Defendo mit der Legal Tech Initiative Saarland beim 7. Legal Tech NRW Meetup

Nach unserem ersten Legal Tech Meetup im Rahmen des Deutschen EDV-Gerichtstags im September haben zwei Mitglieder der Legal Tech Initiative Saarland, darunter unser Geschäftsführer Andreas Rebmann, die Kolleginnen und Kollegen in Köln besucht. Dort fand vergangenen Mittwoch, den 20. November, bereits das 7. Legal Tech NRW Meetup in der Niederlassung von Ebner Stolz statt. Der Abend begann mit einigen spannenden Input-Vorträgen u.a. vom jungen Legal Tech Startup meinbafög.de, welches ihre Kunden beim Bafög- und Elterngeldantrag unterstützt. Außerdem stellten Wolters Kluwer Ergebnisse aus ihrer Future Ready Lawyer Studie vor und Quirmbach & Partner präsentierten, wie sie ihr Unternehmen auf den weg zu Agilität gebracht haben.

Im Anschluss an die Vorträge konnten wir beim get together direkt in den Austausch mit Organisatoren und Gästen vor Ort gehen. Dabei ließen sich auch einige Ideen sammeln, um unsere saarländische Initiative auf breitere Füße zu stellen. Mit diesem interessanten Input werden wir direkt ins neue Jahr starten.

heute+ berichtet über Ransomware

In seinem gestrigen heute+ Beitrag hat das ZDF u.a. über Ransomware und die Gefahren auch für kleine Unternehmen berichtet. Am Beispiel einer saarländischen Druckerei, die im Oktober 2018 von Ransomware betroffen war, erklärt unser Geschäftsführer Stefan Hessel, warum solche Erpressungen jeden treffen können und nicht nur ein Problem der Big Player sind.

Durch die zunehmende Digitalisierung nimmt nicht nur die Zahl der Angriffe zu, sondern auch die Höhe des potentiellen Schadens. Als IT-Sicherheits-Startup helfen wir KMUs, die Vorteile der Digitalisierung zu nutzen und gleichzeitig die damit einhergehenden Gefahren niedrig zu halten.

Der ganzen heute+Beitrag vom 28.10.2019:

Defendo beim Legal Tech Meetup

Im Rahmen des Legal Tech Meetups am vergangenen Donnerstag, den 19.09.19, hat sich auch die Defendo GbR vorgestellt. Das Meetup der Legal Tech Initiative Saarland fand im Rahmenprogramm des 28. Deutschen EDV-Gerichtstags in Saarbrücken statt. Nach Grußworten von Samuel Van Oostrom, Geschäftsführer der juris GmbH, und Ammar Alkassar, Bevollmächtigter für Innovation und Strategie der Staatskanzlei des Saarlandes, stellte unser Geschäftsführer Stefan Hessel die Legal Tech Initiative Saarland vor. Im Anschluss konnten sich Firmen, die in der Legal Tech Initiative organisiert sind, einem breiten Publikum präsentieren. Sowohl Herr van Oostrom als auch Herr Alkassar betonten die Bedeutung von Startups für den IT-Standort Saarland und versprachen, sich weiter für die Verbesserung der Bedingungen für saarländische Legal Tech Unternehmen einzusetzen. Am 28. EDV-Gerichtstag nahmen über 950 Personen aus Justiz, Verwaltung und Forschung teil. Das vollständige Programm des Meetups finden Sie hier.

Gefahren für die Justiz und Gegenwehr – gelungene Vorträge beim EDV-Gerichtstag

Am vergangenen Mittwoch, den 18.09.19, haben unsere beiden Geschäftsführer im Rahmen des 28. Deutschen EDV-Gerichtstages referiert. Die Auftaktveranstaltung, bisher als „Hacking Session“ bekannt, lief unter dem Titel „IT-Sicherheit in der Justiz – Neue Gefahren für die Gerichte?“ und bot einen besonders praxisorientierten und aktuellen Einblick in die Thematik Justiz und IT-Sicherheit.

Vor etwa 250 Zuschauern gibt unser Geschäftsführer Stefan Hessel in seinem Vortag „E‑Akte gehackt? – Die Bedeutung von IT-Sicherheit in der Justiz“ zunächst einen Überblick über die Bedeutung und zukünftige Entwicklungen von Digitalisierungsprozessen in der Justiz. Anschließend erklärt er, welche Gefahren dadurch entstehen können. So rechnet er einerseits mit einer Zunahme von Angriffen, bei denen die Justiz-Systeme lediglich „Beifang“ sind. Gleichzeitig sei aber auch mit einer Zunahme von zielgerichtet Angriffen zu rechnen. Als Ursachen hierfür fügt er u.a. eine generell geringere Hemmschwelle bei Cybercrime-Straftaten und einen Anstieg der potentiellen Täter durch den Anschluss ans Internet an. Schließlich ist der physische Aufwand einen Server zu hacken um ein vielfaches geringer (und auch vom anderen Ende der Welt möglich), als in ein Amtsgericht einzubrechen. Zum besseren Verständnis der Problematik gibt er einige aktuelle Beispiele von Angriffen auf Behörden, etwa durch islamistische Hacker oder „digitale Gefangenenbefreiung“. Er schließt seinen Vortrag mit einigen praktischen Tipps zur Abwehr solcher Angriffsmethoden.

Zum Abschluss der Veranstaltung referiert unser Geschäftsführer Andreas Rebmann in „Kommunikation von IT-Sicherheit und Datenschutz – Vorfälle vermeiden, Auswirkungen minimieren“ zu den Dos and Don‘ts bei der Kommunikation der Themen IT-Sicherheit und Datenschutz. Einleitend zitiert er eine aktuelle Umfrage, bei der die fehlende Kommunikation innerhalb einer Organisation als derzeit größtes Problem bei der IT-Sicherheit genannt wird. Er erläutert die Wichtigkeit einer IT-Sicherheitskultur, bei der die IT-Sicherheit nicht nur bei ITlern sondern in der gesamten Behörde oder Firma thematisiert wird. Anhand verschiedener Beispiele aus den letzten Monaten zeigt er erfolgreiche und weniger gelungene Kommunikationsstrategien bei IT-Sicherheitsvorfällen und Ankündigungen von Datenschutzmaßnahmen. Seinen Vortrag schließt er mit der Forderung nach regelmäßigen Schulungen zur IT-Sicherheit für alle Mitarbeiter, um mit relativ einfachen Maßnahmen das Maß an Sicherheit schon beträchtlich zu erhöhen.

Das komplette Programm sowie in naher Zukunft die Folien zu den Vorträgen sind hier abrufbar.

Kick-Off Workshop der LegalVision Projektgruppe in Berlin

Auf Einladung des Deutschen EDV-Gerichtstags haben wir am 13. Juni am Kick-Off Workshop der Projektgruppe LegalVision in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen in Berlin teilgenommen. Unter dem Label „Der digitale Strafgerichtssaal“ teilten Christof Püschel (verte|rechtsanwälte), Prof. Dr. Jan Orth (Vorsitzender Richter am Landgericht Köln) und Alexander Dierselhuis (Staatsanwaltschaft Düsseldorf) ihre jeweilige Sicht auf die Möglichkeiten eines voll-technologisierten Gerichtssaals in kurzen Impulsvorträgen mit.

Wie weit die jeweiligen Vorstellungen zwischen Anwälten und Anklage bzw. Richter da auseinander gehen können, wurde schnell deutlich. Während Professor Orth von Augmented Reality Brillen schwärmte, mit denen er – selbstverständlich unter Wahrung datenschutzrechtlicher Bestimmungen – blitzschnell Personen im Gerichtssaal identifizieren könne und sich eine Virtualisierung von Tatorten zur Vermeidung von aufwändigen Ortsterminen gut vorstellen kann, war der größte Wunsch von RA Christof Püschel ein zeitnah zur Verfügung gestelltes Wortprotokoll des jeweiligen Verhandlungstages.

Die anschließenden Diskussionen drehten sich weniger um die Frage, wie realistisch solche Systeme zeitnah umgesetzt würden, schließlich handelte es sich bei den Impulsvorträgen vor allem um „Träume“ und Wünsche von Richter und Staatsanwalt. Stattdessen ging es vor allem um zwei Aspekte: Die kurzfristige Umsetzung der heute verfügbaren Technologien in einem Showcase, um Beteiligten Möglichkeiten und Vorteile der Modernisierung der Justiz zu verdeutlichen und um datenschutzrechtliche Bedenken bei der Digitalisierung bisher weitgehend analoger Aspekte der Justiz.

Im zweiten Teil des Workshops verglich Staatsanwalt Andreas Brück (StA Köln, ZAC NRW) verschiedene Systeme der Online-Strafanzeige der Polizeien der Länder. Anhand eines Anforderungskatalogs zu Usability und Kundenfreundlichkeit stellte er Vor- und Nachteile der teils sehr unterschiedlichen Systeme heraus und ergänzte diese um in seinen Augen unumgängliche Funktionen eines nutzerfreundlichen und die Polizeiarbeit unterstützenden Anzeigensystems. Kurz zusammengefasst: kontextlose Freitextfelder sind wenig hilfreich.

Der Auftaktworkshop war für die Legal Tech Initiative Saarland eine gute Gelegenheit, um zu netzwerken und auch um auf die besonderen Fähigkeiten von Tech-Start-Ups bei den Digitalisierungsprojekten der Verwaltung hinzuweisen. Dass große Firmen nicht zwangsläufig besser für die Umsetzung solcher Großprojekte geeignet sind, zeigte ja in den vergangenen Jahren das besondere elektronische Anwaltspostfach (beA).

Ein erster Showcase, wie der zukünftige digitale Gerichtssaal aussehen könnte, soll bereits auf dem kommenden EDV-Gerichtstag vom 18. bis 20. September in Saarbrücken präsentiert werden.